rauenkirche Dresden


Der Glockenguss der Dankensglocke HANNA

Alle Formen stehen in der Gießgrube – bis auf HANNA. Die Form der kleinen Schwester ist in unserer Grube 3 eingegraben und fest verstampft. Aufgrund ihres im Verhältnis zu den anderen Glocken geringeren Gewichts benötigt HANNA wärmeres Metall. Je größer die Form einer Glocke ist, desto langsamer kühlt die Glockenspeise nach dem Guss ab. Das langsame Abkühlen ist gut für das Gussergebnis. Da HANNAs Form kleiner ist als die der anderen, wird sie heißer gegossen und erhält ihr Metall aus unserem Tiegel-Schmelzofen. Dieser Ofen steht am hinteren Ende der Glockengießerei. Für den Transport des Metall wird der Tiegel in einem Gießgeschirr mit dem Deckenkran zur Grube 3 gefahren. Dieser Metalltransport ist gefährlich. Am Glockengusstag, 20. Dezember, konnten wir ein solches Manöver aufgrund der Besucher, Reporter und Kamerateams nicht wagen. Deshalb entschlossen wir uns, HANNAs Guss vorzuziehen.
Am 17.12.2002, um 15.00 Uhr, fand ihr Glockenguss statt. Auf dem Foto sieht man die anwesende "Glockenguss-Gemeinde", eine Besuchergruppe, die an einer Führung über das Formverfahren für die Dresdner Frauenkirche teilnahm. Sie waren überglücklich, dass sie diesen Guss miterleben konnten.



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