Das Ausschmelzen von Talg und WachsEndlich kann wieder das Holzkohlefeuer die Form von unten und oben wärmen (über der Krone haben wir oben einen Trichter aus Lehm geformt, der ebenfalls mit glühender Kohle gefüllt wird). Die einzelnen Lehmschichten trocknen gut durch. Aufgrund der stetigen Wärme beginnt das Rindertalg zu schmelzen und läuft aus der Form heraus. Danach wird das Wachs der Glockenzier und das Kronenwachs flüssig und schmilzt aus. Die Trenn- und Verbindungsschicht zwischen falscher Glocke und Mantelform ist nach Ende des Ausschmelzvorgangs fort. Unsere Glockengießer hatten in die letzten Lehmschichten Mantelhaken eingeformt, die mit umlaufendem Draht festgehalten werden. Immer größer und kräftiger wächst der Glockenmantel, während das Holzkohlefeuer die ganze Form beständig weiter heizt und trocknet. Der Glockenmantel der größten Glocke JEREMIA ist endlich fertig. Seile werden nun in die Mantelhaken gespannt. |
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